Leila Hairova
ERSTER KONTAKT MIT DER MUSIK
Mit fünf Jahren begann ich Geige zu spielen. Die Musikschule war gleich in der Nähe, also dachten meine Eltern, ich könnte dort hingehen. Eigentlich war Klavier geplant – es stand im Wohnzimmer –, doch mein absolutes Gehör führte mich zur Geige. Dank meiner Lehrerinnen wurde daraus mein Beruf.
Mein Weg begann an der Emīla-Dārziņš-Musikschule in Riga, wo Musik für mich richtig ernst wurde. Meine Lehrerin Olga Isakova hat mich stark geprägt. Über ein Erasmus-Studium kam ich an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, wo ich meinen Bachelor und Master abschloss.
Mein Weg zu den Bremer Philharmonikern
Meine erste professionelle Orchestererfahrung machte ich beim Lettischen National Symphony Orchester. Außerdem spielte ich mit der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Baltic Sea Philharmonic, absolvierte 2018/2019 ein Praktikum bei den Bochumer Symphonikern und hatte 2020 einen Zeitvertrag am Nationaltheater Mannheim. Bei allen Orchestern konnte ich wertvolle Erfahrung sammeln und ein großes Repertoire erarbeiten.
Seit September 2021 bin ich Mitglied der Bremer Philharmoniker und spiele in der 1. Violine Gruppe. Diese Position bereitet mir große Freude, weil ich im Zusammenspiel mit meinen Kolleg:innen musikalisch wachsen und gemeinsam Klangfarben gestalten kann.
4 Fragen an Leila Hairova
Vertraut euch selbst und lasst euch von niemandem verunsichern.
Brahms’ 4. Symphonie. Ich habe es schon so oft gespielt, und trotzdem bekomme ich immer wieder Gänsehaut – voller Erinnerungen, und es gibt immer wieder Neues zu entdecken.
wäre das mit Mozart oder Bach. Ich würde zu gern erfahren, wie ihnen solche Meisterwerke eingefallen sind – und ob sie beim Komponieren manchmal selbst überrascht waren.
ist das Rauschen des Meeres. Es trägt mich in Gedanken zurück an meine Heimat und an den Ort, wo ich aufgewachsen bin.
KAMMERMUSIK
Neben ihrer Orchestertätigkeit spielt Leila Hairova außerdem im Elysion Quartett.