Julia Nastasja Lörinc
Erste Schritte mit der Musik
Da ich aus einer Musikerfamilie komme gehörte das Geigenspiel zu den Dingen die ich natürlicherweise von meinen Eltern lernte, so wie das binden der Schuhe oder Zähneputzen. So war mein Vater auch mein erster Lehrer. Mit meinen 4 Jahren bestand ich aber immer darauf, wie alle anderen Schüler erst an der Tür zu klingeln bevor der Unterricht beginnen konnte.
Studium
Den größten Teil meines Studiums absolvierte ich in meiner Heimatstadt Hamburg bei Prof. Schickedanz. Zum Masterstudium ging ich in meine zweite Heimat, die Schweiz, um in Zürich bei Prof. Gröner andere Blickwinkel kennenzulernen und bei Monika Baer Barockgeige zu lernen.
Im Orchester
Während meiner Studienzeit in Hamburg wurde ich Praktikantin beim NDR Elbphilharmonie Orchester. Dort spielte ich noch viele Jahre Aushilfe und in Zeitverträgen. Der Klang dieses Orchesters hat mich maßgeblich geprägt. Bevor ich nach Bremen kam, war ich für eine Spielzeit in Göttingen stellv. Konzertmeisterin und lernte dort neue Aufgaben kennen.
Seit 2015 bin ich glücklich in Bremen angekommen als Mitglied der 1. Violinen. Ich lernte als Hamburgerin, zugegebenermaßen nach anfänglicher Skepsis, die Stadt sehr schätzen und liebe besonders auch das Umland, wo ich mit meiner Familie eine neue Heimat gefunden habe.
4 Fragen an Julia Nastasja Lörinc
hätte ich Medizin studiert. Medizinische Themen faszinieren mich noch heute.
ich mich mit ihm absolut identifizieren kann, meine Geige ist wie die Erweiterung meiner Stimme. Meine Mutter hat oft versucht mich für die Bratsche zu begeistern, da das für Kammermusik recht praktisch gewesen wäre, jedoch fehlte mir immer die Höhe, die E-Saite. Ich liebe es auch im Orchester die vielen Melodien spielen zu können, was häufig den 1. Violinen gegeben ist.
war ein Gedenk-Konzert des NDR Elbphilharmonieorchesters nach dem Tod von Günther Wand. Es war ca eine Woche nach seinem Tod und sie spielten eine Bruckner Sinfonie. Wand hatte dieses Orchester geprägt wie kaum ein anderer Dirigent und für mich, etwa 12 Jahre jung, war es gleichzeitig auch der erste Kontakt mit Bruckner. Ich war überwältigt. Die Musik hat mich regelrecht in meinen Sitz gedrückt und wieder herausgehoben, zwischendurch dachte ich, ich müsste zerspringen vor Spannung, dann kam eine harmonische Wendung bei der ich mich entspannen konnte, bevor ein neuer Spannunsgbogen sich aufbaute… Anton Bruckners Musik ist bis heute sehr besonders für mich, bestimmt auch aufgrund dieses Erlebnisses.
ist das zufriedene gackern unserer Hühner, das schnurren meiner Katzen oder wenn meine Tochter auf der Schaukel eine Melodie summt.
KAMMERMUSIK
Neben ihrer Orchestertätigkeit spielt Julia Nastasja Lörinc außerdem im ensemble opus 8.